Magazin | 31.01.2019

Bistronomy – die neue unkomplizierte französische Küche

Vorspeise, Hauptgericht, Dessert – das ist eigentlich das Minimum, was in klassischen französischen Restaurants auf den Tellern landet. Auch mit fünf Gängen haben unsere genussfreudigen Nachbarn überhaupt kein Problem! Wir aber manchmal schon, denn für ausschweifende Gourmetgelage nehmen wir uns weit seltener Zeit und unsere auf eher schnelle Küche getrimmten Mägen kommen damit auch nicht immer gut klar. Wie gut, dass jetzt ein frischer Wind durch Frankreichs Küchen (herüber)weht und auch uns eine ganz unkomplizierte junge französische Kochkunst beschert!

Renaissance der französischen Küche: jung, locker und ein bisschen wild

Bistronomy heißt das Zauberwort, das aktuell die französische Kulinarik revolutioniert. Zumindest laut Foodtrend-Expertin Hanni Rützler, die für ihren Food Report 2019 die aktuellen Entwicklungen rund um das Thema Ernährung und Gastronomie aufgespürt und veröffentlicht hat. Bistronomy räumt gründlich auf mit der renommierten französischen sternedekorierten Restaurantära, in der mitunter extra Damen-Speisekarten ohne Preise gereicht wurden, und wo man sich in eher steifem Ambiente durch üppige Menüs tafelte. Auch die inzwischen etwas in die Jahre gekommene Haute Cuisine à la Kochlegende Paul Bocuse mit ihren ausgesprochen kunstvollen, aber extrem übersichtlich gestalteten Tellerdekorationen ist nicht mehr wirklich en vogue. Preis-Leistung passten da oft einfach nicht zusammen.

Da die häufig sehr rustikale Bistro- und Regionalküche als Alternative auch nicht unbedingt jedermanns Geschmack trifft und oft nur mittelmäßiges Niveau liefert, musste ein neuer Trend her: Bistronomy. Und der steht für qualitativ hochwertige, kleine und schnelle Gerichte in zwangloser Atmosphäre, die die Regeln der althergebrachten französischen Küche gern mal auf den Kopf stellen und auf Spontaneität und innovative Ideen setzen. Der Gast mit seinen Bedürfnissen nach schnellem und unkompliziertem Genuss steht dabei mehr im Mittelpunkt als aufregende Küchenkreationen. Die einen Bistronomy-Köche verleihen traditionellen Bistrogerichten einen modernen Touch, andere wiederum setzen auf feine Kleinigkeiten im Tapas-Stil.

Internationaler Einfluss

Der neue Bistronomy-Trend ist allerdings keine typisch französische Idee! Das spannende Neo-Bistro-Konzept prägten nämlich etliche internationale Köche mit, was sich auch in den angebotenen Gerichten widerspiegelt. Eins aber eint alle: Die Lust am Genuss, auf Experimente und die Rückbesinnung auf das Koch-Handwerk à la française. Herausgekommen sind dabei spannende Köstlichkeiten und ganz neue Restaurantkonzepte, die sich inzwischen auch bei uns in zahlreichen Städten etabliert haben. Unbedingt mal ausprobieren!Bistronomy2-Content_740x493

Französisch genießen in den eigenen vier Wänden

Lust bekommen, selbst mal ein paar französische Rezepte auszuprobieren? Gute Idee – denn wir von So-schmeckts haben nicht nur die passenden, klassisch französischen Zutaten an Bord, sondern auch ein paar passende Rezeptideen.

Auch wenn die Bistronomy-Cuisine nicht unbedingt (nur) klassische französische Gerichte serviert, viele typisch französische Zutaten finden sich natürlich wieder in den modernen Interpretationen.

Typisch französische Zutaten bei so-schmeckts:

Mit folgenden Zutaten beispielsweise bringt ihr französiches Flair in eure Töpfe: 

Lebensmittel/Feinkost: 

ArtischockenherzenOliven, Trüffel, getrocknete Steinpilze, feine Fonds und Essenzen (Demi-Glace) und edler Rotweinessig aus der Merlot  oder Cabernettraube

Kräuter/Gewürze:

EstragonKräuter der ProvenceRosmarinThymianLavendelLorbeerrosa BeerenFleur de Sel

Zum Schluss verraten wir euch noch unser persönliches Rezept-Highlight mit Bistronomy-Flair, das übrigens – zusammen mit einem Glas Federweißer – super zu einem gemütlichen französischen Abend mit Gästen passt:

Flammkuchen mit Vanille-Birnen und Speck

Bon appétit!