Magazin | 06.01.2020

Ingwer: Knorrige Wurzel mit Mega-Potenzial

Ingwer legt in unseren Küchen grad eine steile Karriere hin. Denn die ursprünglich aus Südostasien stammende Wurzel veredelt geschmacklich Süßes und Herzhaftes gleichermaßen. Und die Naturheilkunde setzt schon lange auf die positive Kraft der wundervollen Wurzel. 

Ingwer international

Eingelegter Ingwer zu Sushi, Ingwerkonfitüre aus England, indische Currymischungen oder das beliebte Ginger Ale sind nur einige Beispiele für den internationalen Siegeszug der süßlich-pikanten Ingwerschärfe. Auch Chutneys, Relishes  und süß-sauer eingelegtes Gemüse (z.B. Kürbis) oder Obst (z.B. Pflaumen) bekommen durch Ingwer einen exotischen Kick.

Ingwer verbreitet einen warmen Holzduft und besitzt einen brennend-würzigen Geschmack mit einer leicht fruchtig-süßen Note. Frischer, jung geernteter Ingwer („grüner Ingwer“) schmeckt etwas milder als getrocknete und verarbeitete Varianten wie beispielsweise gemahlener Ingwer, geschnittener Ingwer oder Ingwer in Stücken. Für die typische Schärfe sorgt übrigens die Substanz Gingerol.

Mit Ingwer könnt ihr sowohl süße als auch herzhafte Gerichte würzen. Sehr gut passt das Aroma zu Kompott, zu Cremespeisen und in die Weihnachtsbäckerei; beispielsweise in Pfefferkuchen (Gingerbread). Aber auch Hackfleischgerichten, Geflügel, Fisch, Gemüse (sehr lecker: Karotten) und Nudeln verleiht Ingwer einen orientalisch-asiatischen Touch.

Nicht zu vergessen die klassische Asia-Küche, aus der die würzige Wurzelpower schlichtweg nicht wegzudenken ist. 

Unser Favorit für ein leichtes Dinner an auch durchaus manchmal noch etwas frischeren Frühlingsabenden: Hähnchen-Kokos-Ingwer-Suppe.

Wurzel-Wissen kompakt

Auch wenn üblicherweise von Ingwerwurzeln die Rede ist: Genaugenommen geht es gar nicht um die Ingwerwurzel, sondern um den unterirdischen Hauptspross (Rhizom oder auch Ingwerwurzelstock genannt) der ursprünglich aus Asien stammenden Pflanze. Denn genau der ist es, der in der Küche und auch in der Naturheilkunde Verwendung findet. Der Einfachheit halber bleiben wir einfach bei der etablierten Kurzbezeichnung „Ingwer“.

Asien ist auch heutzutage noch der größte Ingwerproduzent, die meiste Exportware stammt aus China. Aber auch in Nigeria, Südamerika und sogar Frankreich boomt der Anbau.

Gerade die Schärfe des Ingwers war es, die bis vor wenigen hundert Jahren Ingwer die Küchenkarriere auch anderswo ebnete. Denn neben Pfeffer und später auch Chili war und ist er auch heute noch ein begehrter Scharfmacher. Übrigens im wahrsten Sinne des Wortes – man sagt Ingwer eine aphrodisierende Wirkung nach.sushi_ingwer-740x493

Ingwer in der Naturheilkunde

Im Jahr 2018 wurde Ingwer in Deutschland vom NHV Theophrastus e.V. zur „Heilpflanze des Jahres“ gekürt. Dieser Verein fördert Naturheilverfahren nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim – weit besser bekannt als Paracelsus – und verleiht diesen Titel alljährlich neu.

In der asiatischen Medizin wie beispielsweise der traditionellen chinesischen Medizin und auch der indischen Heilkunst Ayurveda besitzt Ingwer schon seit etlichen Jahrhunderten einen festen Platz, beispielsweise bei der Behandlung von Erkältungen, Rheuma, oder Muskelschmerzen. Die arabischen Ärzte setzten ebenfalls bereits früh auf die heilende Pflanzenkraft aus der knorrigen Wurzel.

Inzwischen bauen Naturheilkundler auch bei uns auf die Wirkung der verschiedenen in Ingwer enthaltenen Substanzen mit positivem Gesundheitspotenzial, und das mit wissenschaftlich belegtem Hintergrund. So befürworten namhafte Sachverständige und Kommissionen (Kommission E, ESCOP) beispielsweise den Einsatz von Ingwer bei Magen-Darm-Beschwerden und gegen Übelkeit.

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