Magazin | 03.08.2020

Kleine Körnchen, großer Genuss: Getreidebeilagen mal anders

Kartoffeln, Nudeln, Reis – das sind bei uns die Top 3 unter den kohlenhydrathaltigen Beilagen. Damit lassen sich durch eine abwechslungsreiche Zubereitung zweifellos viele spannende Genüsse zaubern. Aber vielleicht habt ihr ja Lust, auch mal mit weniger bekannten Getreidebeilagen zu experimentieren, die rund ums Mittelmeer schon lange einen Stammplatz in den Küchen besitzen? Die drei Kandidaten von unserem Mittelmeerspezialisten KATTUS bestehen aus Couscous, Bulgur und Polenta.

Die 50%-Regel

Mindestens 50 Prozent der täglichen Kalorienzufuhr sollte aus Kohlenhydraten bestehen, rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE). Bei normalgewichtigen Bewegungsmuffeln sind das rund 300 Gramm bei Männern und 250 Gramm bei Frauen. Wer sich mehr bewegt, braucht entsprechend mehr. Eine ganze Menge, die es lecker aufzufüllen gilt. Aber bitte nicht vergessen: Es gibt gesunde und ungesunde Kohlenhydrate. Zu Letzteren zählt auch der klassische Zucker, der sich übrigens in vielen Lebensmitteln versteckt wie in Limonaden, Fertiggerichten/Konserven oder Ketchup beispielsweise!

Wählt lieber die weit gesünderen Kohlenhydratlieferanten wie eben Getreideprodukte (gerne auf Vollkornbasis), Kartoffeln, frisches Gemüse und Obst. Denn all die haben sättigende Ballaststoffe im Gepäck, die zudem die Verdauung in Schwung halten. Und wertvolle Vitamine und Mineralstoffe bringen sie obendrauf noch mit.

Genug Theorie, viel lieber erzählen wir euch, was sich hinter den drei spannenden Spezialitäten von KATTUS verbirgt.

Couscous

Strenggenommen bezeichnet Couscous nordafrikanische/arabische Spezialitäten auf Basis von speziell verarbeitetem Hartweizengrieß, aber mittlerweile hat sich bei uns die Bezeichnung für den Grieß selbst etabliert. Bleiben wir also ebenfalls dabei!

Couscous besteht aus Hartweizengrieß (selten auch aus Hirse- oder Gerstengrieß), der zuvor befeuchtet und zu kleinen, mittelgroben Kügelchen zerrieben wurde. Klassischerweise wird Couscous nicht gekocht, sondern unterhalb des Siedepunkts gedämpft. Noch einfacher klappt’s mit Instant-Couscous , der einfach nur mit kochendem Salzwasser vermischt wird und ein paar Minuten quellen muss. Perfekt für eilige Köche!Couscous4-Content_740x493

Zubereitungs- und Rezepttipps:

Zum fertigen Couscous etwas Olivenöl oder Butter geben. Dazu passen Gemüse- oder Fleischragouts mit typisch nordafrikanischer/arabischeer Würze wie beispielsweise Harissa oder Ras el Hanout. Passt auch super in Salate (z.B. Taboulé) oder als Grundlage von Süßspeisen.

Bulgur

Bulgur – ebenfalls auf Basis von geschältem Hartweizen – ist quasi der gröbere Bruder vom Couscous und läuft manchmal auch unter der Bezeichnung Hartweizengrütze. Bulgur hat bereits eine kleine Hitzebehandlung hinter sich, bevor er in der Packung landet – das verkürzt die spätere Garzeit. Vor allem in der Türkei und im Vorderen Orient landet reichlich Bulgur auf den Tellern.

Zubereitungs- und Rezepttipps:

Schmeckt als Beilage zu Gerichten mit Saucenanteil, macht sich aber ebenfalls gut in Salaten. Vielleicht serviert ihr zum demnächst anstehenden Angrillen ja mal einen typischen Bulgursalat namens „Kisir“ aus der türkischen Küche? Eine absolut köstliche und zudem überaus gesunde Kombination aus Bulgur, Frühlingszwiebeln, Tomaten, Eisbergsalat, Petersilie, Minze und Zitronensaft, abgeschmeckt mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver.

Polenta

Bei Polenta kommen die Norditaliener ins Spiel, aber auch diverse andere mitteleuropäische Regionen stehen auf den feinen Maisgrieß; beispielsweise die Südfranzosen in der Provençe und viele Spanier. In manchen Regionen der Schweiz (speziell im italienischsprachigen Tessin) und Österreichs oder im Balkan liegt der feine, zu einem festen Brei verarbeitete Maisgries ebenfalls hoch im Kurs. Die Zubereitung erfordert aufmerksame Köche, denn es muss permanent gerührt werden, damit die Polenta nicht anbrennt und eine schöne Konsistenz erhält.

Zubereitungs- und Rezepttipps:

Total lecker finden wir gebratene Polentaschnitten, beispielsweise als Beilage zu einem Fleisch- oder Gemüseragout. Dafür die fertige Polenta ca. 2 cm dick glatt auf ein nasses Holzbrett streichen und mit einer Schnur (dicker Faden/Küchengarn) in Scheiben schneiden. Danach in Butter oder Öl von beiden Seiten in der Pfanne goldbraun braten – soooo lecker!

Das So-schmeckts-Team wünscht euch viel Spaß beim Ausprobieren mal ganz anderer Beilagen – und guten Appetit sowieso!