Magazin | 09.10.2020

Pflaumen – fruchtiges Spätsommer-Highlight

Im Spätsommer und Frühherbst kommt man kulinarisch einfach nicht an ihnen vorbei: Auf den Märkten und in den Geschäften verlocken uns Pflaumen in den unterschiedlichsten Sorten und laden zu leckeren Geschmacksverführungen ein. Welche Varianten es gibt und was ihr damit in der Küche alles so anstellen könnt, verraten euch hier die Experten von So-schmeckts. 

Pflaume ist beileibe nicht gleich Pflaume. Meist meinen wir mit dieser Obstbezeichnung die ovalen violetten Zwetschgen – aber die sind lediglich eine besonders beliebte Unterart im farbenprächtigen und geschmacklich durchaus unterschiedlichen Pflaumensortiment von schwarz, blau und violett über blaurot, rot, gelb bis hin zu grün.

Kaiserlich-königliches Engagement

Dass wir hierzulande überhaupt in den Genuss der fruchtigen Spätsommerstars kommen, verdanken wir vermutlich gleich zwei großen Herrschern.

Der makedonische König Alexander der Große soll die Frucht vor mehr als 2.000 Jahren von seinen Kriegszügen aus Asien nach Europa mitgebracht haben. Und offenbar verdanken wir Kaiser Karl dem Großen den rund 1.000 Jahre später beginnenden systematischen Pflaumenanbau in Mitteleuropa. Ein Dank an die Hoheiten!

Who is who am Pflaumenbaum?

Mehr als 12 Millionen Tonnen liefert die jährliche Pflaumenernte weltweit – über die Hälfte davon stammt aus China. Zu den bei uns beliebtesten Sorten gehören neben klassischen Pflaumen vor allem Zwetschgen, Mirabellen und Renekloden.

Pflaumen: 

Klassische Pflaumen sind rund, schmecken süß, besitzen meist eine glänzende Schale und es gibt sie in kunterbunter Vielfalt (violett, rot, gelb und grün). Die Angebote bei uns stammen überwiegend aus Italien, Spanien und Griechenland. Typische Verwendung in der Küche: Z.B. Kompott, Konfitüre, in Schweinefleischgerichten und Chutneys, Smoothies und natürlich roh auf dem bunten Obstteller. Hochprozentiges aus Pflaumen: Pflaumenwein (asiatische Küche), Vieille Prune (alter frz. Pflaumenbrand).

Zwetschgen:

Die bei uns so beliebte violette Frucht ist deutlich kleiner als die klassische Pflaume und eher oval. Das leicht vom Stein zu lösende gelbe Fruchtfleisch schmeckt weit weniger süß als das seiner kugeligen bunten Steinobst-Verwandtschaft.

Große Anbaugebiete hierzulande: Baden-Württemberg (speziell die Bodensee-Region) und Rheinland-Pfalz. Typische Verwendung: z.B. Zwetschgenmus, Kompott (Zwetschgenröster zu Kaiserschmarrn), Kuchen, als Backpflaume oder auch als fruchtige Komponente in herbstlichen Blattsalaten.                  Hochprozentiges aus Pflaumen: Zwetschgenbrand (Süddeutschland, Elsass).

Mirabellen:

Die kleine goldgelbe Pflaumen-Unterart, manchmal auch als „Gelbe Zwetschge“ bezeichnet“ besitzt nur einen Durchmesser von 2-3 Zentimetern und einen intensiv-süßen Pflaumengeschmack. Die europäischen Hauptanbaugebiete befinden sich im Nordosten Frankreichs (Lorraine), am Mittelrhein, in der Pfalz und in Mainfranken. Typische Verwendung: Z.B. Kompott, Konfitüre, Mirabellentarte.                                                                             Hochprozentiges aus Mirabellen: Mirabellenbrand (frz. Spezialität).

Renekloden (Reineclauden):

Der Name der grünschaligen auch als „Zuckerpflaume“ bekannten Pflaumenvariante stammt von einer Tochter des französischen Königs Ludwig XII. – der Königin Claudia (frz. „Reine Claude“). Die war angeblich eine ausgesprochene Liebhaberin der saftig-süßen und aromatischen Frucht. Daher wenig verwunderlich: Auch heute noch stammen die meisten Renekloden-Importe aus Frankreich. Typische Verwendung: Z.B. Kompott, Konfitüre, Kuchen, Obstsalat, aber auch in Fleischsaucen. Hochprozentiges aus Renekloden: Prunelle (frz. Obstbrandspezialität).

Die passende Würze nicht vergessen!

Ob Zwetschge, Mirabelle, Reneklode oder klassische Pflaume – die geschmacksintensiven Steinfrüchte mögen begleitende Aromen! Klassische Würz-Sidekicks sind beispielsweise Vanille, Zimt, Nelken und Sternanis – in Chutneys harmonieren die Früchte auch hervorragend mit Essig oder Pfeffer.

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