Magazin | 14.11.2018

Ran an die Kartoffeln

Zwischen August und Oktober sonnt sich die Kartoffel in ihrem alljährlichen Karrierehoch. Denn dann gibt es das größte Ernteangebot aus dem Freiland und ihr dürft euch entscheiden, wem ihr eure Koch-Gunst schenkt: Linda, Annabelle, Laura oder vielleicht doch lieber Gunda oder Nicola? Denn die „Damenwahl“ am Markstand oder im Supermarkt bezieht sich auf besonders beliebte Kartoffelsorten. Und ihr solltet dabei nicht nach der Optik entscheiden, sondern nach den inneren Werten.

Kiloweise Knollenpower

Ob als Püree, gebraten, Salz- oder Pellkartoffel oder Pommes, Chips & Co.: Knapp 58 kg Kartoffeln ließ sich jeder Bundesbürger im Jahr 2016/2017 schmecken; also knapp 160 Gramm täglich. Klingt erst einmal üppig, ist es aber nicht. Denn Anfang der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts lag der Pro-Kopf-Verbrauch fast doppelt so hoch und in der Nachkriegszeit 1950/51 sogar bei stolzen 186 Kilo pro Person!

Unter anderem der anhaltende Low-Carb-Trend hinterlässt halt seine Spuren deutlich sichtbar in der Statistik. Leider, denn das unscheinbare Erdgewächs besitzt ein beeindruckend gehaltvolles Innenleben. In der tollen Knolle stecken nämlich eine gute Portion verschiedener Vitamine (z.B. Vitamin C, verschiedene B-Vitamine), sowie Mineralstoffe und Spurenelemente (u.a. Calcium, Kalium, Magnesium, Phosphor und Eisen).

Von wegen Dickmacher!

Mit nicht mal 70 fettarmen Kalorien pro 100 Gramm und einem hohen Wasser- und auch nennenswerten Ballaststoffgehalt gehören Kartoffeln zu den schlanken stärkehaltigen Sattmachern. Reis, Nudeln, Polenta und Brot beispielsweise bringen ebenso wie die aktuell hippen Getreidesorten Amaranth und Quinoa ungefähr die fünffache Kalorienmenge auf den Teller! Und auch vom Kohlenhydratanteil liegen Kartoffeln weit drunter. Höchste Zeit also, das schlechte Image des vor etlichen Jahrhunderten von Südamerika nach Europa importierten Erdapfels mal ein wenig aufzupolieren!
Zumal wir hierzulande mittlerweile unter vielen verschiedenen Sorten wählen können – mit durchaus unterschiedlichem Geschmack und verschiedenen Kocheigenschaften.Ran-an-die-Kartoffeln-Content_740x493

Blau-rot-grün: die Kartoffel-Farbampel

Wer mit Kartoffeln kocht, sollte die Farben im Blick behalten. Blau-rot-grün signalisieren die Kocheigenschaften der angebotenen Sorten bei verpackter Ware im Handel – am Marktstand oder beim Kartoffelbauern einfach nachfragen. Denn Kartoffelgerichte gelingen nur dann perfekt, wenn ihr dafür die richtige Sorte mit entsprechenden Kochmerkmalen benutzt!

Mehligkochend – blauer Farbcode:

Diese Sorten besitzen einen vergleichsweise hohen Stärkegehalt, wirken daher eher trocken und verbinden sich dadurch hervorragend mit Flüssigkeiten.Perfekt für: Suppen, Eintöpfe, Kartoffelpüree, Gnocchi und Klöße
Typische Sorten: z.B. Adretta, Afra, Bintje, blauer Schwede, Gunda, Lilly, Lucinda

Vorwiegend festkochend – roter Farbcode:

Das Universalgenie unter den Kartoffeln mit mittlerem Stärkeanteil.
Perfekt für: Salz- und Pellkartoffeln, Gratins und Aufläufe, Rösti, Pommes frites, aber auch lecker in Eintöpfen
Typische Sorten: z.B. Christa, Granola, Laura, Leyla, Milva, Sieglinde, Solara

Festkochend – grüner Farbcode:

Kartoffelsorten mit dem geringsten Stärkegehalt, die auch nach dem Kochen gut in Form bleiben.
Perfekt für: Salz-, Pell- oder Bratkartoffeln und Kartoffelsalate
Typische Sorten: z.B. Annabelle, Belana, Cilena, Gala, Linda, Nicola, Selma

Ab in den Keller: Kartoffeln richtig lagern

Kartoffeln mögen es kühl, trocken und dunkel. Am längsten halten sie sich bei Temperaturen zwischen 4 und 6 Grad Celsius – unter solchen Bedingungen lassen sich die Ackerfrüchte monatelang „einkellern“. Bei höheren Lagertemperaturen keimen die Knollen gern aus – kauft daher bei fehlendem entsprechend kühlen und dunklen Lagerplatz lieber eher kleine Mengen ein und füllt sie aus der Folienverpackung in einen Leinen- oder Baumwollbeutel um.

Knollen-Kulinarik

Ihr liebt Kartoffeln, aber in der Küche gehen euch die Ideen aus? Gar kein Problem – unser Team von So-schmeckts.de hat ganz viele köstliche Würzvorschläge, mit denen ihr eure Kartoffelgerichte lecker aufpeppen könnt!

Aber auch das Lieblings-Kartoffelrezept des So-schmeckts-Teams wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten: Knusprige und lecker gewürzte Kartoffelecken aus dem Ofen: total einfach, wunderbar würzig und ideal für eine ganz unkomplizierte Gästebewirtung!

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