Magazin | 02.12.2019

Weihnachtsmärkte: Süßer der Glühwein nie schmeckte...

Wer geht schon gern einkaufen, wenn es draußen bitterkalt ist und eisiger Wind die Nase in einen roten Zapfen verwandelt? Vermutlich niemand, und doch müssen Einkäufe auch im Winter erledigt werden. Das war sogar schon vor 600 Jahren, im 14. Jahrhundert, so. Aber eben diese ungemütliche Notwendigkeit war es auch, die uns einen der schönsten Bräuche überhaupt beschert hat. Den der Weihnachtsmärkte.

Das Nützliche mit dem Schönen verbinden

Heute sehen die festlich geschmückten Märkte mit ihren hübsch dekorierten Buden natürlich ganz anders aus. Während wir bei heißem Glühwein, gebrannten Mandeln und Bratwurst zusammen klönen, dienten die alten Märkte anfangs nur dazu, sich für die kalte Jahreszeit mit Lebensmitteln und anderen notwendigen Sachen einzudecken. Doch schnell entstand ein bunter Mix aus Handwerkern, Bauern, Zuckerbäckern und Spielzeugmachern. Die Menschen besorgten nicht mehr nur Haushaltswaren, sondern auch Weihnachtsgeschenke für ihre Kinder und verkürzten sich auf dem Markt die Zeit bis zum Heiligen Abend.

Wer hat’s erfunden?

Nein, Weihnachtsmärkte sind nicht etwa eine amerikanische Erfindung – Amerika war damals noch nicht einmal entdeckt. Ihr Ursprung liegt, Überraschung, im mittelalterlichen Deutschland! In München wurde schon 1310 ein „Nikolausmarkt“ urkundlich erwähnt, quasi der Ururgroßvater des heutigen Christkindlmarktes. Die Städte Bautzen und Dresden streiten sich gar seit Jahren, wer denn nun den ältesten Weihnachtsmarkt hat. Doch erst im 17. Jahrhundert entstanden die Weihnachtsmärkte, wie wir sie heute kennen. Meist wurden sie vor Kirchen aufgebaut, die sich davon mehr Besucher erhofften. Funktioniert hat dieser Trick nur kurz, wie man schnell feststellte. In der besinnlichen Zeit möchten Menschen einfach zusammen sein, eine gute Zeit haben. Advents-, Christkindl- und Weihnachtsmärkte wurden zu Vergnügungszonen, der christliche Glaube Nebensache. 

Gute Zeiten, schlechte Zeiten

Die Weihnachtsmärkte fanden Ende des 19. Jahrhunderts großen Anklang bei der Stadt- und Landbevölkerung. Doch auch ein Weihnachtsmarkt hat nicht nur gute Zeiten. Bettler und Diebe machten sich breit, fliegende Händler bedrängten die Besucher – und Weihnachtsgeschenke kauften die Menschen längst in den großen, schicken Kaufhäusern. Ein neues Konzept musste dringend her. Die Lösung: Rückbesinnung auf Tradition, Originalität und ein großes Angebot an Getränken und weihnachtlichen Leckereien. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. In Deutschland und der ganzen Welt schossen neue Weihnachtsmärkte wie Pilze aus dem Boden. 

Nicht verpassen: Einige der schönsten Weihnachtsmärkte in Deutschland

  • Nürnberger Christkindlesmarkt
  • Striezelmarkt in Dresden
  • Stuttgarter Weihnachtsmarkt
  • Münchener Christkindlmarkt
  • Weihnachtsmarkt am Kölner Dom
  • Weihnachtsmarkt Frankfurt am Main
  • Leipziger Weihnachtsmarkt
  • Weihnachtsmarkt Lübeck
  • Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt in Berlin
  • Weihnachtsmarkt und Weihnachtswald in Goslar

Für Fans von traditioneller Handwerkskunst

Die bunt geschmückten Buden und Stände sind meist um einen großen, prächtig dekorierten Weihnachtsbaum angeordnet. Oft finden sich da auch schöne Krippen – ab und zu sogar lebende! Den Charme eines Weihnachtsmarktes verbreiten aber die Stände mit traditioneller Handarbeit. Vom gefilzten Pantoffel, über geschnitzte Schwippbögen, Nussknacker und Pyramiden bis hin zu Adventssternen, Schmuck, Geschirr und Seife: Hier schimmert noch der ursprüngliche Zweck der Märkte durch und ein hübsches Last-Minute-Geschenk findest du hier immer. Der größte Hit waren aber schon immer geröstete Maronen, gebrannte Nüsse und süßes Gebäck. Wer nach einem Adventsmarkt-Besuch hungrig nach Hause geht, hat definitiv etwas falsch gemacht!

Kulinarisches Schlaraffenland

Am besten gehst du dann einfach der Nase nach: Wer‘s deftig mag, wählt Richtung Bratwurst und Jul-Schinken, die Naschkatzen zieht es an die Stände mit Zuckerwatte, gebrannten Nüssen und Mandeln mit zartem Aroma von Zimt, Christstollen, Lebkuchen und Früchtebrot. Am heißen Glühwein oder dem Glas Feuerzangenbowle wärmt man sich dann auch bei Minustemperaturen ruck-zuck wieder auf. Manch einer auch öfter....

Weihnachtsmarkt-Schmankerl selbst gemacht

Für alle, die nicht genug bekommen können: Viele der weihnachtlichen Genüsse kann man zu Hause ganz einfach selbst herstellen und wir haben dafür natürlich ein paar leckere Rezepte für euch in petto. Wie wäre es beispielsweise mit einem heißen Orangen-Punsch, selbst gemachtem Glühwein mit unserem leckeren Glühweingewürz von Schuhbeck’s oder einem wärmenden Gewürztee? Damit holt ihr das Weihnachtsmarkt-Feeling direkt in euer Zuhause.

Einkaufen im Winter macht vielleicht immer noch nicht so richtig Spaß, aber ein Besuch danach auf dem Weihnachtsmärkt mit Glühwein und dabei einen Liebesapfel knabbern, entschädigt doch wunderbar für eine rote Nase, oder?!

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